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Effizient wie ein moderner Kühlschrank

Die größte Ersparnis resultiert daraus, dass bei der Modernisierung fortschrittliche technische Anlagen verbaut werden, die generell energieeffizienter arbeiten. „Das ist vergleichbar der Energieersparnis, wie sie bei Kühlschränken aus den 70er und 80er Jahren zu heutigen Geräten ist“, so Messe-Architektin Annette Heydorn. Mit über 100.000 Quadratmetern Fläche gehört die Messe Essen zugegebenermaßen zu den größeren Kühlschränken, sodass sich die Ersparnis schnell summieren wird. Eine besonders energiesparende Bauweise musste bei der Planung der Neuen Messe nicht berücksichtigt werden: Aufgrund der wenigen Messe-Nutzungstagen im Winterhalbjahr wäre der Wirkungsgrad einer „energetischen Konstruktion" nicht wirtschaftlich und würde sich für Messe, Stadt und Umwelt nicht rentieren.

Aber auch bei den bestehenden Hallen wurde bereits auf ressourcenschonende Energienutzung geachtet. Unsere Galeria wird z.B. von einem bogenförmigen Dach aus halbtransparenten Photovoltaik-Modulen überspannt, wobei sich die Abstände der Solarzellen an einer optimalen Tageslichtausleuchtung orientieren. Durch die Transparenz der Solarzellen entfällt zugleich die Notwendigkeit eines separaten Sonnenschutzes. Statt auf den Köpfen der Messebesucher, landet das Sonnenlicht in den Energiespeichern unserer Messe. Hierbei kommt in einem durchschnittlichen Jahr ein Energieertrag von über 170.000 Kilowattstunden zusammen. Damit könnten rund 50 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Die Galeria wird auch bei der Neuen Messe als Verbindungsachse der Messehallen dienen. Installiert wurden die Photovoltaik-Module am südlichen Ende, um eine möglichst hohe Sonneneinstrahlung zu erreichen.

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